In Probably Stolen feilschst du bei einem Geschäft am Ladentresen über die verfügbaren Verhandlungsoptionen: Beim Einkauf bietest du weniger, beim Verkauf verlangst du mehr. Prüfe die Ware und die angezeigten Folgen, bevor du bestätigst, denn die Auswahl kann je nach Kundengespräch unterschiedlich ausfallen. Ob sich ein Angebot lohnt, hängt vom Warenwert, dem Budget deines Gegenübers und deinem Ruf bei dessen Fraktion ab. Wer zu viel verlangt, riskiert eine Ablehnung oder den Abbruch des Geschäfts.

So gehst du am Ladentresen vor
Sieh dir zu Beginn des Geschäfts den angegebenen Preis, den Zustand der Ware und sichtbare Preisänderungen an. Öffne anschließend die angebotenen Verhandlungsoptionen und wähle passend zur Handelsrichtung einen niedrigeren Einkaufspreis oder einen höheren Verkaufspreis. Lies vor dem Abschluss die angezeigten Konsequenzen und überlege, ob eine kleinere Preisänderung für dieses Geschäft sinnvoller wäre. Bestätige erst, wenn Preis und Bedingungen für dich zusammenpassen, denn auch ein besserer Preis kann mit Nachteilen verbunden sein.
Beim Einkauf senkst du mit einem akzeptierten niedrigeren Angebot die Credits, die du für die Ware ausgibst. Beim Verkauf willst du die Zahlung erhöhen, ohne mehr zu verlangen, als der Kunde bezahlen möchte oder kann. Die Auswirkungen des Feilschens unterscheiden sich zwischen Einkauf und Verkauf, weshalb du beide Richtungen gesondert beurteilen solltest. Orientiere dich deshalb an der Auswahl und den Folgen des laufenden Geschäfts, statt bei jedem Gegenüber dieselben Möglichkeiten zu erwarten.
Erst die Ware prüfen, dann den Preis verhandeln
Der Grundwert eines Gegenstands entspricht nicht automatisch dem endgültigen Preis. Zustand, Reinheit, Marktmodifikatoren und das Verhandlungsergebnis können den tatsächlich gezahlten Betrag beeinflussen. Lieferanten können den Wert ihrer Ware übertreiben, und seltene Gegenstände brauchen eine sorgfältige Bewertung, damit du nicht zu viel bezahlst. Schätze deshalb zunächst die Ware ein und entscheide danach, ob der angebotene Nachlass den Einkauf wirklich attraktiv macht.
Nutze Lupe und Handbuch zur Prüfung vor dem Einkauf, besonders wenn dir die Ware oder ihre Kennzeichnung verdächtig vorkommt. Gefälschte Zigaretten, beschädigte Injektoren und falsch etikettiertes Wasser sind Beispiele für Probleme, auf die du dabei achten kannst. Eine tatsächlich festgestellte Unstimmigkeit gibt dir einen Anlass, den Verkäufer zur Rede zu stellen und einen niedrigeren Preis zu verlangen. Eine falsche Beschuldigung kostet dagegen Ruf, weshalb du einen nachgewiesenen Mangel von der bloßen Vermutung trennen solltest, dass der Preis zu hoch ist.
Was das Beispiel mit Hemingway-Zigaretten zeigt
Eine Anleitung für die erste Woche mit der Spezialisierung Apprentice auf dem Schwierigkeitsgrad Price Gouge zeigt, wie eine Warenprüfung eine Preisverhandlung stützen kann. In diesem Ablauf stellt der Mentor eine Erkennungshilfe für Hemingway-Zigaretten bereit, die Logo, Siegel und Farbe behandelt, sowie eine Lupe zur näheren Betrachtung. Eine später angebotene Packung hat ein beschädigtes Siegel und ein falsches Logo. Laut Anleitung genügt jede dieser festgestellten Unstimmigkeiten, um den Verkäufer damit zu konfrontieren und ihn zur Preissenkung zu bewegen.
Übertrage daraus vor allem die Vorgehensweise: Vergleiche die Ware mit den passenden Erkennungsmerkmalen, bevor du einen Vorwurf erhebst. Die Kundenbegegnungen sind zufällig, sodass dieses Beispiel keine feste Reihenfolge für jeden Spieldurchlauf vorgibt. Entscheidend ist der konkrete Fehler, den du an der angebotenen Ware erkannt hast. Eine Beschuldigung auf Verdacht ersetzt diese Prüfung nicht und kann deinen Ruf schädigen.
Kundenwünsche und Budget vor dem Verkauf prüfen
Wenn du nicht weißt, welche Waren du einem Kunden anbieten sollst, öffne das Tablet und sieh auf dem Beleg unter Interests nach. Dort stehen die Interessen des jeweiligen Kunden, an denen du deine Warenauswahl vor der Preisverhandlung ausrichten kannst. Auch die Kundengruppe hilft bei der Zuordnung: Stationsingenieure mögen Module und Materialien, während Käufer aus den oberen Ebenen eher für Qualität bezahlen. Mit passenden Waren im Schaufenster oder in der Vitrine kannst du die entsprechenden Kunden anziehen.
Interesse an einer Ware hebt das Ausgabenlimit des Kunden nicht auf, und ein hoher Wunschpreis kann weiterhin abgelehnt werden. Eine gescheiterte Verhandlung kann an den Umständen des Kunden oder an überzogenen Forderungen liegen, und zu viel Druck kann ihn zum Gehen bringen. Ist der ursprüngliche Preis bereits vernünftig, kannst du eine kleine Verbesserung erwägen, statt für einen größeren Aufschlag das Geschäft zu riskieren. Das ist eine Abwägung für den Einzelfall und keine Formel, mit der ein bestimmter Preisaufschlag sicher akzeptiert wird.
Den Ruf bei der jeweiligen Fraktion berücksichtigen
Ein höherer Ruf macht Menschen eher bereit, mit dir zu verhandeln, und gute Beziehungen zu einer Gruppe können deren Mitglieder großzügiger und kaufbereiter machen. Die Handelsanleitung verbindet einen hohen Ruf außerdem mit weniger Betrugsversuchen, während ein niedriger Ruf höhere Preise und weniger Geschäfte bedeuten kann. Diese Beziehungen betreffen verschiedene Gruppen, darunter Security, die unteren Ebenen, den Schwarzmarkt und weitere Kundenfraktionen. Beziehe dich deshalb auf deinen Ruf bei der beteiligten Gruppe, statt für alle Käufer und Verkäufer dieselbe Beziehung anzunehmen.
Bestimmte gescheiterte Interaktionen können deinen Fraktionsruf weiter verschlechtern, weshalb der unmittelbare Preisvorteil nicht die einzige Überlegung sein sollte. Die offizielle Spielbeschreibung betont die mit Verhandlungen verbundenen Abwägungen und beschreibt Ruf als Quelle von Zugang und Schutz, die zugleich Gefahren anziehen kann. Das spricht dafür, die Folgen eines Angebots zu prüfen, bevor du die härteste Forderung auswählst. Betrachte die vorgeschlagenen Bedingungen, das Kundenbudget und dein Verhältnis zur jeweiligen Fraktion gemeinsam.
Blackmail und Threaten haben eigene Risiken
Die Optionen Blackmail und Threaten stehen nur unter bestimmten Umständen zur Verfügung und sind nicht einfach stärkere Varianten des gewöhnlichen Feilschens. Eine gescheiterte Erpressung, unbegründete Drohungen und Beschuldigungen gegen unschuldige Kunden können Ruf kosten. Manche Ergebnisse beenden außerdem die Interaktion, sodass mehr als nur die Aussicht auf einen besseren Preis verloren gehen kann. Prüfe die angezeigten Bedingungen und Folgen dieser Optionen, statt ihre Verfügbarkeit als Zeichen für eine sichere Preisverbesserung zu verstehen.
Marktlage und Großhandelsrabatte einordnen
Die Marktlage kann beeinflussen, ob ein Angebot attraktiv ist, noch bevor du eine Verhandlungsoption auswählst. Die Anleitung für die erste Woche beschreibt den Einfluss von Spielereignissen auf Preise und erklärt, dass ein hohes Angebot die Preise sinken lässt. In ihrem Beispiel warnt der Mentor davor, dass Materialien am folgenden Tag wenig einbringen werden. Berücksichtige deshalb die aktuelle Marktsituation, statt allein aus dem Grundwert abzuleiten, welchen Betrag ein Kunde zahlen sollte.
Beim Einkauf im Großhandel gibt es einen Rabatt, der an diese Einkaufsform gebunden ist und keinen garantierten Nachlass bei jeder normalen Verhandlung bedeutet. Die Anleitung unterscheidet den Großeinkauf außerdem von der Möglichkeit, einzelne Waren zu prüfen und zu kaufen. Wirkt eine Ware überteuert oder ihr Zustand fragwürdig, prüfe sie und überdenke ihren tatsächlichen Wert, bevor du um den Preis feilschst. Beurteile einen niedrigeren Preis immer zusammen mit der Ware, die du dafür erhältst, und den Bedingungen des Geschäfts.